Also doch Beton statt spielender Kinder

DruckversionDruckversion

"Die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hält am Verkauf des Spielplatzes zwischen Ulmen- und Eschenstraße in Okriftel fest. SPD, Grüne und FDP stimmten im Bauausschuss der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das Grundstück zu!" so die Einleitung zum heutigen Artikel des HK zum geplanten Verkauf des Spielplatzes

Spielplatz OkriftelNun also doch: Auch wenn sich die widersprüchlisten Aussagen aus dem Hattersheimer Ratloshaus gegenseitig die Klinke in die Hand geben und Bürgermeisterin Köster die Aussagen ihres Pressesprechers konterkariert bleibt es jetzt mit den Stimmen der rot grünen Mehrheit und dem freidemokratischen Steigbügelhalter beim Verkauf von 25% aller Okrifteler Spielplätze. Das Nachsehen haben wieder einmal die jungen Familien!

Nun, es ist ein offenes Geheimnis in Hattersheim, dass die Hauptlast aller Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen von den jungen Familien hier in Hattersheim getragen werden müssen. Pro Hattersheim hatte hier schon in einer Vielzahl von Recherchen und Investigationen berichtet.
Ob nun durch die exorbitant teuren KiTa Gebühren oder die Grundsteuer B - die Zeche zahlen letztlich die, die sich mit kleinen Kindern im Gepäck nach Hattersheim verirrt haben und die nach und nach feststellen müssen, dass diese Entscheidung wohl die teuerste aller Fehlentscheidung war.

Dafür erhalten sie dann aber von Jahr zu Jahr immer weniger....denn gerade bei den Kindern spart der Magistrat dieser Stadt wo immer er nur kann. Sicher müßig hier die Themen wie Schließung der Jugendzentren, Entlassung der Mitarbeiter der Jugendpflege oder Einschränkungen bei den Ferienspielen noch einmal im Detail zu behandeln; diese Themen lassen sich hier im Portal schnell finden.

"Nach Einschätzung der Verwaltung wird das Gelände nicht mehr von Kleinkindern, sondern eher von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt" so das Zitat aus dem HK. Das dem nicht so ist könnte man durchaus wissen, wenn man sich einmal während des Tages dort aufhalten würde - die Verantwortlichen kämmen sehr schnell zu einem gänzlich anderen Ergebnis.
Aber nicht nur die Hattersheimer Verwaltung wird nicht müde, derlei Unsinn gebetsmühlenartig zu wiederholen - sondern natürlich auch die Hattersheimer Genossen!
Und die setzen "aus Sachkompetenz und innerer Überzeugung" noch einen drauf:
"Der SPD-Stadtverordnete Marek Meyer dagegen argumentierte, dass der Spielplatz vor allem für Kinder bis sechs Jahren gedacht sei. Die dort vorhandenen Spielgeräte sollten auf dem Spielplatz am Wolfsweg installiert werden und dieser damit auch für diese Altersgruppe attraktiv werden. Für Familien mit Kindern aus verschiedenen Altersgruppen sei diese sogar eine vorteilhaftere Konstellation, ist der SPD-Mann überzeugt."

Spricht da der Blinde von der Farbe? Diesen Eindruck muss man zumindest erhalten, wenn man derartigen Unsinn zu hören bekommt.
Herr Meyer dürfte wohl in seinem ganzen Leben noch nicht auf dem Bolzplatz am Wolfsweg gewesen sein, sonst würde er kaum seine offensichtliche Fehleinschätzung und seine mangelnde Kompetenz so plakativ unter Beweis stellen.
Hier kann man dem FWG Fraktionschef Karl Heinz Spengler nur Recht geben, der wie folgt zitiert wird:
"Auf dem Gelände am Wolfsweg treffe sich eine ganz anderes, handfesteres Klientel, so Spengler. Dazu passten kleinere Kinder nicht!"
Nun, "passen" vielleicht schon, wenn man denn sein Kind den wuchtigen Schüssen manches 17 jährigen Fussballfans aussetzen mag - aber wer will das schon?

Sicher erfeulich ist das Umdenken bei den Christdemokraten, die ja zunächst noch deutliche Zustimmung zum Verkauf des Spielplates signalisiert hatten. Augenscheinlich ist den Mannen rund um Klaus Schindling die vordergründige Widersprüchlichkeit zwischen KiTa Entwicklungsplan und den daraus resultierenden Zahlenwerken gegenüber den politischen Aussagen eines städtischen Pressesprechers wohl auch aufgefallen.

Das aber wird an den geplanten Verkaufsabsichten nichts ändern - solange sich die betroffenen Eltern in Okriftel nicht wehren!  Aber das kann ja noch passieren

tweetbutton: