Dauerbrenner Stadthalle

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"Die Stadthalle ist marode" - oder "die Stadthalle ist wegen fehlender Brandschutztechnik nicht nutzbar" - oder aber "die Stadthalle kostet uns 400.000 € im Jahr". So die vielfältigen Aussagen aus dem Baudezernat der Karin Schnick. Das die Stadthalle aber sehr wohl funktioniert zeigt die aktuelle Nutzung als Flüchtlingsunterkunft. Kein Wunder, dass dies viele Hattersheimer irritiert

Ob in den sozialen Medien oder der Presse: die Ankündigungen aus dem Baudezernat der grünen Ersten Stadträtin sind allen Hattersheimern hinlänglich bekannt: "Der Hessendamm wird bis zum September fertig gestellt!" oder "Die Dürerstraße wird zum Schulbeginn fertig gestellt" sind nur 2 der vielen Aussagen, die man faktisch ins Reich der "Schnickschen Märchen" verbannen kann.

Auch der Dauerbrenner Stadthalle macht da keine Ausnahme - die bewusst gestreuten Gerüchte rund um die Stadthalle sind an Vielfältigkeit kaum zu überbieten - aber ab und zu stellt sich dieses Vielfalt auch als politische Einfalt grüner Politik heraus. Mchen wir die Probe aufs Exempel

1) "Die Stadthalle musste wegen fehlender Brandschutztechnik geschlossen werden"
Dies war die Argumenation von Bürgermeisterin Antje Köster, als sie kurz und knapp den Kinderfasching in der Stadthalle untersagte und die Kinder in die Turnhalle der Stadt ausquartierte.Doch was steckt wirklich hinter diesem Problem?

Eigentlich ein ganz einfach zu lösendes Problem: die vorhandene Sprinkleranlage der Stadthalle wird direkt aus der Trafostation im Keller der Stadthalle versorgt. Die frühere MKW hat dort eine 10.000 Volt Einspeidung nebst Trafo eingerichtet, der diese 10.000 Volt auf die üblichen 220/380Volt Ebenen umsetzt. Im Brandfall allerdings muss dieses 10.000 Volt Einspeisung unterbrochen werden um das Rettungspersonal nicht zu gefährden. Dies hat aber zur folge, dass die Sprinkleranlage nicht mehr funktionsfähig wäre - und dies passt dem abnehmenden TÜV natürlich überhaupt nicht.
Abhilfe wäre hier eine separate 380 Volt Leitung, die ausschließlich für die Versorgung der Sprinkleranlage bereitgestellt würde. Schon wäre das Thema Brandschutz an dieser Stelle vom Tisch.

2) "Die Stadthalle kostet uns 400.000 € pro Jahr"
Dies ist der gebetsmühlenartige Vortrag der Ersten Stadträtin - allerdings ohne jemals einen Nachweis für diese Zahlen erbracht zu haben. Leider sind auch die Hattersheimer Stadtverrordneten bislang nicht auf den Gedanken gekommen, sich diese "Fantasiezahl" der grünen Stadträtin einmal belegen zu lassen - ein entsprechender Antrag liegt bis heute von keiner der vertretenen Fraktionen vor.

Schaut man aber in die Haushaltspläne der letzten Jahre, so kann man sich die tatsächlichen Kosten "selbst erarbeiten" denn gemäß den Vorgaben der doppischen Haushaltsplanung sind z.B. Verbrauchskosten für städtische Einrichtungen in einem Anhang zum Haushaltsplan auszuweisen.
Ergebnishaushalt Stadthalle
Schaut man sich den Produktplan im Ergabnishaushalt der Stadt Hattersheim zum Thema Stadthalle an, so fällt der vergelichsweise harmlose Betrag von 30.000 € für die laufende Unterhaltung der Stadthalle sowie die weiteren 10.000 € für die Reparatur der Hauptwasserleitung auf. Somit hätten wir also die ersten 10% der genannten 400.000 € Kosten beisammen. Doch wo bleiben die restlichen 360.000 €?????

Verbrauchswerte Stadthalle gemäß HaushaltsplanStadthalle Hattersheim Verbrauchswerte StromStadthalle Hattersheim Verbrauchswerte Wasser
Schaut man sich die Haushaltsplan der Stadt Hattersheim ausgewiesenen Verbrauchswerte der Stadthalle an so lassen sich aus den verbrauchten m³ beim Wasser, den MegaWatt bei Strom und Heizung auch die entsprechenden Kosten einfach berechnen.
65,3 MWh, also 65300 KWh Strom kosten im Durchschnitt der Privatkundentarife 15.672 €.
Machen Sie die Probe und nutzen Sie einfach die unterschiedlichen Vergleichsportale.

Gleiches gilt für die Heizungsenergie: 650 Megawatt Gaslieferung lassen sich bei der Mainova als teuerstem Anbieter für 48.194 € erwerben.
Natürlich gibt es auch hier deutlich günstigere Anbieter - auch hier macht ein Blick auf die Vergleichsportale Sinn.
Recht einfach gestaltet sich die Berechnung der Kosten für das verbrauchte Wasser - hier geben die Satzungen der Stadtwerke Hattersheim Auskunft

Hieraus ergibt sich folgendes Ergabnis:
Stromkosten:     15.672 €
Heizkosten:       48.194 €
Wasserkosten:       966 €
Summe Kosten: 64.832 €

Zieht man nun diese Kosten von den verbliebenen 360.000 € nach den Aufwendungen aus dem Haushaltsplan ab so verbleibt immer noch ein Fehlbetrag von knapp 300.000 € (genau 295.168 €) Doch wo bleibt dieses Geld? Beim Grünflächenamt für das Mähen des Rasens? Oder beim vorzeitig in den Ruhestand versetzten Hausmeister der Stadthalle? Wohl kaum.....

AFA Tabelle Stadthalle Hattersheim Selbst wenn man jetzt noch die Abschreibungen der Stadthalle auf die "Kosten" buchen würde (was rein finanzbuchhalterischer Unsinn wäre) so bliebe hier für das Jahr 2015 ein Restbuchwert der Stadthalle Hattersheim von 159.192 € Subtrahiert man diesen Betrag von den verbliebenen, offenen 295.168 € nach der Kostenrechnung so verbleibt selbst unter dieser unsiniigen Berechnenung noch ein Fehlbetrag von 135.976 €

Was bedeutet dies? Nun, recht einfach: es ist (wieder einmal) eine der typischen Karin Schnick Fantasiezahlen, mit der die grüne Etrste Stadträtin mit Gewalt versucht etwas, was ihr ganz persönlich nicht passt, mit Hilfe von falschen Zahlen tot zu rechnen.

Das Karin Schnick dies nicht zum ersten Mal in Bezug auf die Stadthalle macht ist jedem sicher in Bezug auf ihre Sanierungskostenberechnung unter Drucksache DR 171 bekannt. Soviel also dazu...

Fazit
Zur Zeit wird die Stadthalle als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien, als Essensausgabe und Sanitätsstation im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung des Main Taunus Kreises genutzt. Heizung, Lüftung, Wasser und Stromversorgung laufen nun seit knapp 1 Monat unter Dauervolllast - und dabei zeigen sich auch ganz sicher die Pflege - und Instandhaltungsmängel der letzten Jahre. Natürlich sind Rohrleitungen teilweise undicht und der Flüssigkeitsverlust tritt dann an Belüftungsgittern aus - aber dies sind behebbare Mängel und ganz sicher keine substanziellen Schäden.. 
Auch fliegt hin und wieder mal eine Sicherung heraus - aber dies geschieht überall dort, wo man einen einzelnen Stromkreis durch z.B. mehrere angeschlossene Warmhaltebehälter und Kaffeemaschinen überlastet. Dafür sind Sicherungen nunmal da.Ansonsten aber ist die Elektroinstallation in jeder Hinsicht funktionsfähig und betriebsbereit.
Natürlich stellt das HK in seinem heutigen Artikel zu Recht die Frage, was mit der Kücheneinrichtung geschehen ist, die in der Küche der Stadthalle einmal vorhanden war - aber da kann nur das zuständige Dezernat II der Stadt Hattersheim unter der Leitung der grünen Ersten Stadträtin etwas sagen.
Ansonsten kann man hier nur festhalten, dass keines der von Rot/Grün vorgebrachten Argumente zur Stilllegung der Stadthalle substanziell begründet ist sondern einfach nur der Fantasiewelt einer Antje Köster und einer Karin Schnick zuzurechnen sind.

Rot-Grüne Politkaspereien zum Nachteil der eigentlichen Inhaber der Hattersheimer Stadthalle: den Hattersheimer Bürgern!
 

 

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