Auf dem Niveau einer Bananenrepublik

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"Moralische und finanzielle Insolvenz"

So lautet die Überschrift aus dem HK vom 02.07.2012 mit der sich die Hattersheimer FDP über das "Hattersheimer System der Günstlings- und Vetternwirtschaft" auseinandersetzt. Zitat aus dem HK: "Um wirklich einen Neuanfang hinzubekommen, müsse endlich mit dem System der Vor-Köster Ära aufgeräumt werden."

Völlig korrekt, kann man an dieser Stelle nur attestieren. es wäre längst notwendig gewesen, hier mal reinen Tisch zu machen. Und im Hinblick auf Antje Köster wäre dies alleine schon um des politischen Überlebens willen höchst notwendig. Aber nichts dergleichen passiert.

Sicher ist das Thema Wirtschaftsförderung ein markantes Thema hier in Hattersheim, aber vielleicht verstehen die Genossen das ganz einfach anders als der normale Berufstätige. Wirtschaftsförderung aus SPD Sicht ist doch zum Beispiel auch, wenn der Ex-Bürgermeister Adi Schubert, der heute seine Pension des Landes Hessen durch die mannigfaltigen Grundstücksgeschäfte im Auftrag von Nestle massiv aufbessert, seinem Nachfolger Hans Franssen als Vorsitzendem des Geschichtsvereins  mal eben durch einen städtebaulichen Vertrag ein Stadtmuseum plus 1 Mio € Sanierungskosten schenkt, gleichzeitig aber die Stadt zum Ankauf von 4000m2  verseuchten Bodens im Wert von 992.000,- € vertraglich verpflichtet.

Wenn das keine Wirtschaftsförderung ist? Hier wirtschaften doch ausgesprochene Profis, die allem Anschein nach, wirklich etwas von ihrem Fach verstehen! Privatisieren wenn es um die eigenen Denkmäler geht, sozialisieren wenn die dafür anfallenden Kosten bezahlt werden müssen.

Aber das ist ja nur eines der vielen, sichtbar gewordenen Formen der Hattersheimer "Günstlingswirtschaft". Die FWG hat ja gerade am Wochenende sehr deutlich und anschaulich klar gemacht, wie die Thematik der Berichterstattung in Hattersheim gesteuert wird...und dabei so deutlich gemacht, das selbst Verstöße gegen die HGO hier von den Beteiligten nicht wirklich als "Fehler" erkannt werden.

Geprägt ist diese Kommune und ihre Verwaltung von einem immensen Ausmaß an "Nichtwissen und Unkenntnis" und dies über weite Felder in der personellen Besetzung im Rathaus. Wie sonst wäre z.B. zu erklären, das Antje Köster die Antwort auf den offenen Brief von Pro-Hattersheim unterschreibt und damit attestiert, das die Stadt hier gegen geltendes Recht im Sinne des Bundebodenschutzgesetzes verstößt. Ein mehr als deutlicher Beweis für die Ahnungslosigkeit und das Nichtwissen im Rathaus.

Hattersheim leistet sich einen enormen personellen Luxus wenn es um das Thema Kultur geht....aber für die Wirtschaftsförderung spendiert sie gerade mal eine 60% Stelle..."mehr geht leider aus finanziellen Gründen nicht". Hattersheim leistet sich einen Beirat zu allen möglichen Themen...aber einen Wirtschaftsförderungsbeirat mit ehrenamtlichen Kräften aus Industrie und Wirtschaft sucht man hier vergebens. Welch Wunder....diese Menschen wären ganz sicher nicht auf den SPD Kurs der Stadt einzunorden...und wenn eines in Hattersheim gar nicht geht dann sind das Menschen an zentraler Stelle  die nicht über ein rotes Parteibuch verfügen. Da wollen wir doch lieber gar nicht erst mit anfangen....der Kontrollverlust wäre unvorstellbar.

Da lassen wir es doch lieber so, wie es aktuell ist: bei der "Vogel friß oder stirb" Mentalität wie es Dietrich Muth am letzten Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung als Kommentar zu den weiteren 156.000,- € neuer Kosten für die Brücke über den Schwarzbach so treffend zum Ausdruck brachte. Die rot-grüne Mehrheit wirds schon richten.

Aber das wird nicht mehr lange gut gehen: zu deutlich sind die Signale des Unmutes aus der Bevölkerung, zu offen wird mittlerweile Front gegen diese unsägliche Politik in Hattersheim gemacht! Und täglich werden es mehr Bürger, die nicht mehr nur einfach zusehen sondern anfangen, sich einzumischen. Und das ist gut so.

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