Hinter die Kulissen schauen

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Wie passt das eigentlich zusammen? Gerade mal zwei Jahre ist es her, als unser Freibad aus Geldern des Konjunkturpaketes saniert wurde und nun soll es geschlossen werden. Wohl gemerkt: Die Finanzmisere der Stadt ist nicht plötzlich vom Himmel gefallen. Uns stellen sich ein paar Fragen: Wie langfristig, wie vorausschauend blickt, denkt und handelt eine Verwaltung, die zunächst ein Bad zunächst aufwendig saniert, um es dann zu schließen?
Werden die Bedürfnisse der Bürger noch wahrgenommen, wenn ein attraktives Freibad geschlossen, aber gleichzeitig für wenige ein Stadtmuseum eingerichtet werden soll?
Wie kam es eigentlich dazu, dass die Kommune, die kreisweit am höchsten verschuldet ist, dieses gigantische Museum planen kann, von dem andere wohl nur träumen können?
Wurden wir Bürger jemals gefragt, ob wir ein solches Museum haben wollen?
Wieviele Bürger würden wohl - hätten sie die Wahl - das Freibad dem Museum vorziehen?
Und woher kommt eigentlich das Geld, dass die Stadt - trotz Finanzmisere - für das Museum bereit stellen kann?
Wer sind die Beschenkten, die sich nun über den warmen Geldregen freuen können, während tausende Bürger die Sparmaßnahmen der Stadt bitter zu spüren bekommen?
Leider schweigt die Presse über diese Themen, scheut sich, solche Fragen aufzugreifen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Leider schweigen auch die Partein zu diesem Thema, schließlich haben sämtliche Vertreter aller Parteien die Entscheidungen mit abgenickt.
Und auch wir Bürger sollen wohl einfach nur zuschauen und still nicken.
Wir wollen mit eurer Hilfe nach und nach zusammentragen, was die Hattersheimer Bürger wissen sollten.