Das HPZK Syndrom

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"In Okriftel wurde der zu Anfang des Jahrzehntes festzustellende Abwärtstrend umgekehrt!" so liest man heute im Höchster Kreisblatt in Bezug auf die aktuelle Anzahl von Kindern in Hattersheim. Hatte nicht der Pressesprecher des Ratloshauses, Stefan Käck, erst letzte Woche noch exakt das Gegenteil behauptet?

Ja, es hat wohl wieder zugeschlagen, das typische "Hattersheimer Planlos Ziellos Konzeptionslos" Syndrom, in der Fachwelt auch als HPZK Syndrom bekannt. Sichtbare Zeichen dieses Syndroms sind sich regelmäßig selbst widersprechende Aussagen bis hin zur Absurdität, operative Hektik bei gleichzeitig geistiger Windstille, Einlassungen oder Zusagen ohne Legitimation  und substanzielle Hintergründe und das im Stundentakt betriebene Erstellen und wieder Verwerfen von sogenannten "Plänen".

„Es gibt keinen Bedarf mehr“, so hatte erst letzte Woche der städtische Pressesprecher Stefan Käck in der lokalen Presse konstatiert und dies gleich auch mit einer ganzen Reihe von ebenso einfachen wie schnell widerlegbaren Argumenten zu attestieren versucht!

Eine Woche später sieht die Situation wohl ganz anders aus, denn unter dem breiten Grinsen der Bürgermeisterin aus Hochheim wird in der heutigen Veröffentlichung im HK sogar von einer "Umkehrung des Abwärtstrendes in Okriftel" und partiell von einem deutlichen Mehrbedarf an Kindergartenplätzen wie z.B. in Eddersheim geschrieben!

Ja was denn nun Frau Köster?
Gibt es nun in Okriftel mehr Kinder? Wenn ja, dann würde dies auch bedeuten, dass man diesen Kindern eben nicht nur einen Kindergartenplatz anbieten muss sondern das es eben auch den Bedarf an Spielmöglichkeiten in Form von Spielplätzen gibt (zumal hier Okriftel alleine schon anzahlmäßig gegenüber allen anderen Stadtteilen deutlich benachteiligt ist)

Wenn dem so ist, kann das nur bedeuten, dass Stefan Käck hier einfach nur "wirres Zeug"  von sich gegeben haben kann - weder abgestimmt mit der Bürgermeisterin noch mit der für das Ressort "Kinder, Jugend, Senioren und Soziales" verantwortlichen Ingrid Englert. Denn Hand aufs Herz: Ein "Abwärtstrend" ändert sich nicht von einer zur anderen Woche und Frau Englert liegen die exakten Zahlen natürlich vor. - oder etwa nicht?
Ansonsten wäre hier sicher noch das städtische Melderegister ein probates Mittel um solcherlei, fast schon pathologische "Irrtümer" in der Außendarstellung der Stadt zu vermeiden. Noch einfacher wäre es allerdings, sich einfach mal vor Ort umzuschauen um festzustellen, dass es gerade im Bereich des Dichterviertels in nur einer einzigen Straße mit 13 Häusern 7 Kinder im typischen Spielplatzalter gibt - soviel zur Glaubwürdigkeit der veröffentlichten Aussagen..

"Denn noch sind in den Prognosen die künftigen Bewohner gerade entstehender Baugebiete nicht berücksichtigt. Die Stadt schließt offenbar den Bau einer weiteren Einrichtung nicht aus." so das HK zur Kindersituation in Hattersheim weiter - und da kommen wir dann zum sichtbarsten Anzeichen des HPZK Syndroms: der absoluten Planlosigkeit im Ratloshaus (Dienstsitz der Bürgermeisterin) und dem Posthof (Dienstsitz der Baudzernentin)

Die für die Baudezernentin ebenso triviale, wie einfallslose Strategie für Hattersheim heißt "Wohnbebauung, Wohnbebauung und nochmals Wohnbebauung!"  
Und so plant Karin Schnick ein Wohngebiet nach dem anderen - Hauptsache Beton im Kilotonnenbereich wird hier in Hattersheims Erde gegossen.

Eine diversifizierte Gewerbeansiedlungsstrategie wird man bei Karin Schnick vergeblich suchen - da setzt man doch lieber auf einen "single point of failure" wie der Ansiedlung des Megabaumarktes der Bauhaus-Kette. Wohin das führen kann wissen die Krifteler Nachbarn nur zu gut - wie schnell eine solche Kette in den Konkurs gehen kann hat man bei Praktiker deutlich zu spüren bekommen! 
Quintessenz für Karin Schnick: "Wohnbebauung, Wohnbebauung und nochmals Wohnbebauung!"

Natürlich führt dies zu einem zusätzlichen Bedarf an KiTa und Kindergartenplätzen - auch wenn die Kosten für die Familien hier in Hattersheim auf einem schwindelerregend hohen Niveau angekommen sind und die nächsten Erhöhungen unmittelbar ins Haus stehen!
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Bedarf mit jedem neuen Baugebiet weiter steigen wird.

Dies aber bedeutet immer weiter steigende Kosten für die Einrichtung weiterer KiTas und Kindergärten mit immer höheren Kosten für das Personal - denn anders als in anderen Kommunen legt die rot/grüne Regierung Hattersheims aus rein ideologischen Gründen größten Wert darauf, möglichst keine fremden Träger für diese Einrichtungen zu finden sondern dies, soweit es geht, in Eigenregie zu machen. 
Dies aber hat zur Folge, dass der Personalbestand der Stadt Hattersheim weiter steigt und der Personalhaushalt mit immer neuen, astronomischen Zahlen aufwarten muss. Die nach oben offene Personalkostenschraube...

Dabei leistet sich die Stadt Hattersheim schon heute den, auf die Einwohnerzahl bezogen, höchsten Personalbestand im gesamten Main Taunus Kreis!

Ist das noch eine zielorientierte, an zukunftsweisenden Planungen und strategischen Konzepten ausgerichtete Politik?
Oder vielleicht doch eher der offensichtliche Nachweis des HPZK-Syndrom?

Da mag sich jeder Bürger gerne seinen eigenen Reim drauf machen   

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