Antje allmächtig...????

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"Der Fortbestand der Altmünstermühle sei in Gefahr, hatte es noch vor einigen Monaten geheißen. Inzwischen konnte Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) Entwarnung geben!" so die Aussage des Höchster Kreisblattes vom 15.11.2014. Aber woher nimmt Antje Köster diese Weisheit?

Schauen wir kurz zurück: In der Stadtverordnetenversammlung am 22.11.2012 wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP der Beschluss gefasst, unter den kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen zu schlüpfen und damit einhergehend einen Konsolidierungsplan verabschiedet, der auch als der "50 Punkte Plan von Rot/Grün" in die Hattersheimer Geschichte einging.

Pro-Hattersheim hatte schon damals die soziale Unausgewogenheit dieses Plans kritisiert, da die Hauptlast dieser Konsolidierungsvorschläge in erster Linie durch die jungen Familien und die Kinder dieser Stadt getragen werden sollte. Ob nun dramatisch steigende KiTa Gebühren, ein immer schlechter werdendes Angebot für Kinder und Jugendliche durch Auflösung der kommunalen Jugendarbeit  oder die in 2 Schritten durchgeführte, drastische Grundsteuererhöhung, die gerade die neu zugezogenen Familien mit Kindern ganz besonders hart trifft!! Die Jungen werden es eben schon richten!

Einzige Ausnahme in dieser einseitigen Belastung nur einer speziellen Bevölkerungsschicht und damit vielleicht ein kleiner Ansatz zur Generationengerechtigkeit war der Einsparungspunkt "Seniorenarbeit" in diesem 50 Punkte Programm und gemeint ist damit eben die Seniorenarbeit in der Altmünstermühle.
Sicher schmerzlich für die Senioren - aber aufgrund der jahrzehntelangen Misswirtschaft in Hattersheim auch unumgänglich!

Nachvollziehbar ist es sicher für jeden, dass sich die Hattersheimer Senioren gegen die Reduzierung der kommunalen Leistungen in der Seniorenarbeit gewehrt haben - und immerhin: 302 Senioren haben ja auch die Unterschriftenliste gegen die Einsparungen bei der Seniorenarbeit gezeichnet.
Das sind, wenn auch knapp 1,2 % aller Hattersheimer Bürger! 

Aber viel wichtiger als die reine Anzahl an Unterschriften und die daraus resultierende prozentuale Verteilung in der Hattesheimer Bevölkerung ist für die Bürgermeisterin aus Hochheim ein ganz anderes Faktum:

Hier sind es 1,2 % potenzieller Wählerstimmen, die man mit einem voreilig gemachten Geschenk schnell auf die Seite ziehen kann! Und da stört es Antje Köster auch absolut nicht, dass es für Ihre Aussage defacto keine rechtliche Legitimation gibt, denn noch gilt der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22.11.2012 und noch ist die Reduzierung der Kosten bei der Seniorenarbeit beschlossene Sache.

Kinder und Jugendliche dürfen bekanntermaßen nicht wählen - und haben demzufolge auch keine Lobby hier in Hattersheim. Da kann man ganz schnell mal einen Spielplatz verhökern um die ungebremste Bauwut der Ersten Stadträtin nicht einzuengen - und man ist sich sogar der spontanen Schützenhilfe der Opposition, wie in diesem Fall der direkten Zusage von Klaus Schindling (CDU), sicher.

Kinder? Die gibt es doch in Okriftel gar nicht - so zumindest die übereinstimmende Meinung des Magistrates der Stadt Hattersheim, ihres Pressesprechers Käck und des Ortsverbandsvorsitzenden der Christdemokraten, Klaus Schindling. Und außerdem, so "Antje  allmächtig", fließen ja die Erlöse aus dem zubetonierten Spielplatz in Okriftel dann wieder in die "Jugendarbeit" - allerdings nur in Hattersheim und Eddersheim. Okriftel? Was ist das eigentlich?      

Und den Hattersheimer Senioren kann man nur empfehlen, sich nicht zu früh zu freuen - sonst kommt die böse Überraschung für die Altmünstermühle, wenn es bei der vorhandenen Beschlusslage bleibt. Dann ändern nämlich auch die vollmundigen, aber ohne Rechtsgrundlage gemachten "Zusagen von Antje allmächtig" nichts mehr.   

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