Bürgermeisterin auf Tauchstation

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Klar, ein Bürgermeister hat viel zu tun. Eine Bürgermeisterin auch. Wird man also Verständnis zeigen müssen, dass sich die Hattersheimer Bürgermeisterin keine Zeit für die Not der betroffenen Käufer am Baugebiet Schokoladenfabrik nimmt?
Immerhin soll sie doch jetzt zumindest schriftlich auf das Anschreiben der entsetzen Käufer reagiert haben, und ihnen in wenigen Zeilen ihr Bedauern ausgedrückt haben. Wirklich?
 

Es war nicht Bürgermeisterin Köster, sondern ausschließlich Erste Stadträtin Karin Schnick, die den fassungslosen Käufern schriftlich mitteilte, dass man mit Hochdruck an einer Lösung fürs Baugebiet arbeite und die "Unannehmlichkeiten" bedauere.

Bürgermeisterin Antje Köster scheint in Sachen Baugebiet vielmehr auf Tauchstation gegangen zu sein. Kaum ein Wort in der Presse ist von ihr zu diesem Thema zu lesen. Sie lässt die Baudezernentin und den städtischen Pressesprecher antworten. Auf persönliche Anschreiben reagiert sie auch nicht.

An Zeitmangel allerdings kann es nicht liegen, dass sich Antje Köster so zugeknöpft auf die Anfragen der betroffenen Käufer zeigt.
Statt ihrer Bürgermeisterin persönlich ins Auge blicken zu können, können die Betroffen sie derzeit nur auf großen Plakaten betrachten, die quer über das Stadtgebiet verteilt sind. Großformatig lächelt Antje Köster direkt neben dem Logo der SPD  vom Plakat und lädt zum Bürgerdialog in den Posthofkeller ein. Anlass der Veranstaltung sei die  dreijährige Amtszeit ihrer Bürgeremeisterschaft, verkündet die SPD auf der Internetseite von Antje Köster.

 

 

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